Ideale Kundenbindung im Einzelhandel durch moderne Mobilcomputer
Mit rund 2000 Mitarbeitern ist die Max Lüning GmbH und Co. KG einer der größten Groß- und Einzelhändler für Lebensmittel in Deutschland. Doch schiere Größe ist in der heutigen Zeit kein absoluter Garant mehr für Erfolg. Discounter und Supermarktketten liefern sich täglich einen harten Preiskampf.
Als Max Lüning im Jahr 1853 sein eigenes kleines Kolonialwarengeschäft in Rietberg südlich von Gütersloh gründete und darüber unter anderem Pumpernickel aus eigener Herstellung verkaufte, konnte der gelernte Bäckermeister noch nicht ahnen, dass sein Lädchen der Grundstein für einen beachtlichen unternehmerischen Erfolg bilden würde. Heute zählt der Lebensmittel-Groß- und Einzelhändler Max Lüning GmbH & Co. KG in sechster Generation zu den größten Familienunternehmen und Lebensmittelhändlern in Deutschland mit rund 2000 Mitarbeitern.
Doch schiere Größe ist gerade in der heutigen Zeit kein absoluter Garant mehr für Erfolg. Discounter und Supermarktketten setzen sich gegenseitig unter Druck, Verbraucher achten mit scharfem Auge auf Preise, und auch die Lieferanten wollen etwas verdienen.
Da kann es nicht schaden, ein As mehr als die Konkurrenz im Ärmel zu haben. Und wenn beim Preis die Gestaltungsmöglichkeiten erschöpft sind, kann man mit besserem Service punkten. Genau das hat sich die Großhandels-Sparte der Lüning GmbH im Jahr 2020 zum Ziel gesetzt.
Die Idee: Kleinen Einzelhändlern, die ihre Waren über Lüning beziehen, bei der Inventur helfen. Und zwar richtig. „Unsere Kunden sind ja verpflichtet, einmal im Jahr Inventur zu machen“, beschreibt Hendrick Bussiewecke, IT-Systemadministrator bei Lüning, „und dafür nutzten sie bislang bestimmte mobile Datenerfassungsgeräte. Doch dafür gab es inzwischen kaum noch Ersatzteile, und auch die Software, die noch auf DOS basiert, war hoffnungslos veraltet.“
Kunden von Lüning nutzten die älteren Mobilcomputer mit Datenerfassung nicht nur für die Inventur, sondern auch, um neue Waren zu bestellen. Dafür waren diese an das jeweilige Warenwirtschaftssystem angebunden, etwa an DEWAS. „Die Geräte waren lange Zeit im Einsatz“, erinnert sich Bussiewecke, „und früher wurden die Bestellungen sogar noch per Modem oder gar per Akustikkoppler gemacht.“ Das war lange bevor sich das World Wide Web (WWW) durchsetzte und noch länger vor der ersten Suchmaschine.
Ziel: „Tote Technik“ ersetzen
Immer mehr Geräte fielen immer häufiger aus, und diese ließen sich kaum noch reparieren. Zudem war die Bedienung schlicht nicht mehr zeitgemäß. Je nach Beleuchtung erfassten die Systeme die Strichcodes oft schwer oder gar nicht.
Bussieweckes Fazit: „Für Updates gab es keine Partner mehr, und uns wurde klar: Das ist einfach eine tote Technik. Das wollten wir ersetzen. Das ist ein Service, den wir als Großhandel unseren Kunden einfach bieten wollten, gerade den ganz kleinen.“
Das Ziel:
Ein moderner Mobilcomputer,
- in der Bedienung wie ein Smartphone,
- der zuverlässig und schnell bestehende Waren erfassen,
- diese Informationen an das Warenwirtschaftssystem des jeweiligen Lüning-Kunden weiterleiten und
- die Daten für eine Inventur erfassen und für die Weiterverarbeitung, wie z. B. durch einen Steuerberater, vorbereiten kann.
Ein geeigneter Partner, der bei der richtigen Auswahl der passenden Mobilcomputer beraten sowie eine entsprechende App zur Datenerfassung und -weitergabe programmieren kann, musste gefunden werden. Die Recherche brachte die Lüning GmbH mit der AISCI Ident GmbH in Bad Salzuflen zusammen. Sich einen Profi mit genau diesen Kompetenzen an die Seite zu holen, erschien Lüning vor allem aus zwei Gründen sinnvoll:
- für die professionelle Beratung bei der Wahl zwischen so vielen verschiedenen Geräten und
- zur Programmierung einer maßgeschneiderten App.
- „Unser Kerngeschäft ist der Groß- und Einzelhandel mit Lebensmitteln“, so Bussiewecke, „und natürlich haben wir auch eine IT-Abteilung und eigene Programmierer. Aber wir haben wenig Erfahrung in der Programmierung einer App, da brauchten wir Unterstützung, das war von Anfang an ganz klar.“
2020 startet das gemeinsame Projekt
Im Jahr 2020 startet das gemeinsame Projekt. Zunächst berät die AISCI Ident GmbH Lüning bei der Auswahl der mobilen Datenerfassungsgeräte. Diese müssen leicht bedienbar sein, zuverlässig und schnell Daten erfassen sowie handlich genug, um im Alltag eines Supermarktes zu bestehen. Bussiewecke: „Die AISCI Ident hat uns verschiedene Testgeräte zur Verfügung gestellt. Das hat eine große Rolle gespielt bei der Auswahl des Geräte-Typs.“
Die Lüning GmbH entschied sich für den Mobilcomputer Zebra TC-52, die für diesen Fall ideale Mischung aus Full-Touch-Handheld mit professionellem Scanner für viele Anwendungen. Konzipiert für Indoor-Einsätze, ist der Mobilcomputer insbesondere für Einsätze im Einzelhandel oder im Lager geeignet. Der Clou: Das Modell bietet genau die Leistung und den Komfort, den die Nutzer von ihren eigenen Smartphones gewohnt sind – das System arbeitet mit Android.
Enge Testzyklen, agiles Arbeiten
Bei der Programmierung der App einigen sich Lüning und AISCI auf enge Test-Zyklen, um ein agiles Arbeiten nah an den tatsächlichen Anforderungen zu gewährleisten. „Wir haben immer wieder kurzfristig getestet und angepasst“, beschreibt Bussiewecke, „das ging einige Male hin und her, bis wir eine Lösung hatten, die genauso reagiert, wie wir wollten. Das war ein guter Kontakt, ohne Probleme.“ Im Jahr 2022 sind die App und die Mobilcomputer zum ersten Mal im Einsatz bei den Kunden von Lüning.
Ab diesem Zeitpunkt laufen die Inventuren mit den Zebra TC-52-Mobilcomputern und der AISCI-Ident-App so gut wie reibungslos. Auch bei den ganz kleinen Kunden, von denen viele gar kein Warenwirtschaftssystem nutzen. „Sobald die Inventur abgeschlossen ist, melden sich unsere Kunden bei uns, wir rufen die Daten ab und werten diese aus. Im Anschluss erzeugen wir ein PDF und schicken das unseren Kunden – die leiten es an ihre Steuerberater weiter.“
Mit den neuen Mobilcomputern zur Bestandsaufnahme und Inventarisierung der Waren gelingt den Kunden von Lüning eine schnellere, effektivere und fehlerlosere Inventur. Der Vorgang bindet weniger Mitarbeiter über eine kürzere Zeit, da die Zebra-Mobilcomputer leichter zu bedienen sind und vor allem störungsfreier arbeiten als die veralteten Systeme. „Die neuen Mobilcomputer sind auch einfach zuverlässiger“, beschreibt Bussiewecke.
Das gemeinsame Projekt mit der AISCI Ident GmbH hat sich für Lüning gelohnt: „Für uns ist das ein guter Service für unsere Kunden“, so der IT-Systemadministrator, „und das bedeutet für uns auch Kundenbindung. Je mehr Service wir unseren Kunden bieten, desto eher bleiben sie auch Kunden. Auch, wenn die Konkurrenz vielleicht interessante Preise bietet.“
Bussieweckes Fazit: „Zusammen mit der AISCI Ident GmbH konnten wir die richtigen Mobilcomputer für diese Aufgabe finden und eine App entwickeln, die die Inventur schneller, effektiver und fehlerloser macht. Unsere Kunden haben sehr gut reagiert auf die neuen Mobilcomputer, die waren sehr froh, dass sie ein Gerät bekamen, das sich so bedienen lässt, wie sie es von ihrem Handy kennen. Da fühlen sie sich einfach sicherer.“
Unsere Kundenprojekte
Jedes Jahr entscheiden sich mehr als 3.000 Unternehmenskunden für AISCI als Lieferant – aus gutem Grund. Erfahren Sie mehr über unsere Kundenprojekte in unseren Success-Stories.